REGIE
Hendrik Becker

KARTENVORVERKAUF
ab 01. Juli 2020

Wie ein Uhrwerk, seit 95 Jahren Jahr für Jahr erobert das fabulierende und lamentierende, das singende und klingende Theatervolk die Stufen vor der Kreuzkirche. Immer, ganz regelmäßig und ohne Ausnahme erwachen literarischen Gestalten und geben sich hier die Ehre. Wirklich immer? Als es in den Städten und Dörfer im Frühjahr still wird, als die Menschen wegen Pandemie und Lockdown zu Hause bleiben, werden auch die Theaterbücher, bereitgelegt für einen neuen Sommer, mit Seufzen zurück in den Schrank gepackt, um dort zu bleiben, zu verweilen, auf ein besseres Jahr zu warten. Doch es rumort, es rumpelt und pumpelt im Schrank: Die Buchbewohner*innen zieht es hinaus, zurück auf die Stufen, jetzt wo ein wenig mit Abstand, Vorsicht und Hygiene wieder möglich sein könnte. Warum die anderen und nicht wir, denken sich der Hauptmann und die eingebildete Kranke, die Schrecken des Spessarts, der singende Gangster, der Melancholische und die Wartenden, Zofen, Teegesellschaften, Königinnen, Katzen, Liebessuchende und Vertreter, entschlüpfen ihren papierenen Wohnhöhlen und ziehen gen Burgplatz, zurück auf die Stufen, um ein Fest zu feiern: Ein echtes Theaterfest, eine Hommage an die Freude des Theaters in einem Sommer in dem alles anders ist!

Also hereinspaziert und zugeschaut, mit Abstand und Hygiene, ohne Bänke aber mit Klappstühlen, mit vielen alten Bekannten und neuen Gesichtern an sechs besonderen Sommerabenden auf dem Burgplatz! 

Unsere Spielzeiten

Samstag 08. August 2020
20:00 Uhr Premiere
Dienstag 11. August 2020 20:00 Uhr  
Donnerstag 13. August 2020 20:00 Uhr  
Dienstag 18. August 2020 20:00 Uhr  
Donnerstag 20. August 2020 20:00 Uhr  
Samstag 22. August 2020 20:00 Uhr  

 

Hinweis zu Hygiene- und Abstandsgeboten

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr über Ihre Platzreservierung für den „Sommer auf dem Burgplatz“.

Auf Grund der aktuellen Situation und der geltenden Hygiene- Abstandsgebote haben wir einige Informationen für Sie:

Anders als in den letzten Jahren stehen auf dem Burgplatz keine Bänke, sondern „Klappstühle“ für Sie bereit. Wer möchte, kann sich für diese Stühle gerne ein Sitzkissen bzw. auch anstelle unserer Stühle auch einen eigenen Stuhl mitbringen. Aus Hygienegründe können wir keine Kissen zur Verfügung stellen.

Die Stühle sind auf dem Platz mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern aufgestellt. Sollten Sie zusammenstehende Plätze wünschen (nur für Personen, die nach § 1 Absatz 2 der CoronaSchVO von den Kontaktverboten im öffentlichen Raum ausgenommen sind, wie Familien, zwei häusliche Gemeinschaften usw.) können wir dies einrichten. Senden Sie uns dazu bitte bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn eine e-mail an karten@burgbuehne.de. Verwenden Sie dazu den Betreff „Sitzlätze sowie das Datum der Veranstaltung“ und nennen Sie in der Mail bitte die Platznummern, die ohne Mindestabstand zusammenstehen sollen. Ein spontanes „verrücken“ der Stühle direkt vor der Veranstaltung ist leider nicht möglich!

Das Programm hat eine Länge von ca. 80 Minuten und wird ohne Pause gespielt.

Flaschengetränke können vor Ort erworben werden.

Auf Grund der aktuellen Situation und um einen möglichst hohen Schutz für alle Anwesenden zu gewährleisten, ist es notwendig, dass die folgenden Regeln konsequent umgesetzt werden:

Beim „Ein- und Ausgang“ auf den Burgplatz besteht Maskenpflicht. Die Masken dürfen erst abgenommen werden, wenn Sie ihre nummerierten Sitzplätze eingenommen haben.

Bitte beachten Sie die markierte Wegeführung auf dem Burgplatz.  

Vor dem Einlass auf den Burgplatz bitten wir Sie, ihre Kontaktdaten an der Information zu hinterlassen. Diese werden von uns vier Wochen aufbewahrt und dann vernichtet. Bitte halten sie vor unserem Infotresen die Abstände ein (Markierungen auf dem Boden sind vorhanden). 

Bitte desinfizieren Sie sich an unserer Hygienestation beim Betreten des Burgplatzes die Hände, verzichten auf Umarmungen und Händeschütteln egal wie wunderbar es ist, andere Menschen wiederzutreffen und halten Sie bitte einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ein (ausgenommen natürlich die bekannten Ausnahmen).

Bei Husten, Schnupfen, Fieber oder anderen Krankheitssymptomen ist auf einen Besuch der Veranstaltung zu verzichten.

Die Sanitären Anlagen befinden sich im Spielerheim der Burgbühne. Bitte beachten Sie auch hier die Abstands- und Hygieneregeln.

Den Hinweisen unserer Helfer*innen ist unbedingt Folge zu leisten.

Für freuen uns sehr, Sie alle auch in diesem Sommer auf dem Burgplatz begrüßen zu dürfen!

Bei Fragen, Anmerkungen und Wünschen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns per Mail oder zu unseren Bürozeiten unter Tel. 02529 94 84 84.

Mit herzlichen Grüßen im Namen des gesamten Teams der Burgbühne Stromberg

von Erich Kästner

REGIE
Hendrik Becker

KARTENVORVERKAUF
ab 01. Februar 2021

„Also Freunde, unsere Parole heißt – Emil!“

Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Er hat seinen feinen Sonntagsanzug an und 140 Mark für seine Oma in Berlin dabei. Das Geld hat er mit einer Stecknadel am Anzugfutter sicher befestigt. Seine Großmutter, seine Tante Martha und seine Cousine Pony Hütchen erwarten ihn wie verabredet am Blumenstand im Bahnhof Friedrichstraße. Doch Emil kommt einfach nicht an.

Als er während der Zugfahrt ein bisschen eingeschlafen ist, klaut ihm jemand das Geld aus der Anzugjacke. Und so muss sich Emil in eine aufregende Verfolgungsjagd stürzen. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter der vermeintlichen Diebin her!

Zum Glück bekommt Emil auf dieser Jagd schon bald Unterstützung: von Gustav mit der Hupe, von der kleinen Dienstag, von Elli, von Murmel, der Professorin und vielen anderen Berliner Jungs und Mädchen. Um die Diebin zu stellen, richten die jungen Detektive eine Telefonzentrale ein und für alle Eingeweihten gilt ab sofort die „Parole Emil“. Turbulent geht ihr Abenteuer weiter und dabei wissen die jungen Detektive noch gar nicht, wen sie da eigentlich verfolgen...

„Emil und die Detektive“ ist ein spannender und humorvoller Abenteuer- und Kriminalroman für Kinder. Erlebnisse aus seiner eigenen Kindheit inspirierten Erich Kästner, der übrigens auf der Burgbühne auch selbst zu Wort kommen wird zu der Geschichte, die bereits mehrfach verfilmt wurde und zu einem Klassiker des Kinderkrimis geworden ist.

Die Geschichte zeigt auf wunderbare Art und Weise, dass man mit Offenheit, Mut, Solidarität und Witz meist durch die kniffeligsten Situationen kommt. Und gemeinsam kann man Berge versetzen.

frei nach dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann
für die Bühne bearbeitet von Hendrik Becker

REGIE
Hendrik Becker

KARTENVORVERKAUF
ab 01. Februar 2021

Klaus Mann hat seinen berühmten „Roman einer Karriere“ 1936 im Amsterdamer Exil geschrieben. Eine scharfe und zeitlose Analyse des politischen Feiglings Hendrik Höfgen, der seiner Theaterkarriere Freundschaften und politische Überzeugungen opfert.

Aus einer Demokratie wird eine Diktatur. Jeder muss für sich entscheiden, ob er mitmacht oder gegen den Strom schwimmt. Auch der Schauspieler Hendrik Höfgen befindet sich in diesem Dilemma, will es aber nicht wahrhaben. „Eingesperrt in seinen Ehrgeiz“ träumt er nur von seinem künftigen Ruhm, der gerade zu erblühen begonnen hat. Sein Talent ist unbestritten und begeistert auch die neuen Machthaber, die sich gerne mit Künstlerinnen und Künstlern umgeben. Doch viele erkennen die Zeichen der Zeit und gehen ins Ausland, ins Exil. Auch Hendrik steht für einen Moment vor dieser Entscheidung: Gehen oder Bleiben.

Doch als armer Flüchtling im Ausland leben? Da muss er nicht lange überlegen. Er verrät seine Frau, seine Wegbegleiter, seine Freunde und gibt sich ganz hin: dem Rausch der Prominenz, des Geldes und dem Gefühl, endlich ganz oben zu sein. Und wird so zum „Affen der Macht, zum Clown zur Zerstreuung der Mörder“.

Klaus Mann hat diesen „Roman einer Karriere 1936 im Zorn geschrieben: Erbittert musste er registrieren, wie ein haltloser Opportunismus um sich griff. Auch und gerade Kunstschaffende machten da keine Ausnahme. Wie Hendrik redeten sich viele von ihnen die Lage schön, wenn es dem eigenen Vorteil diente. Mann formuliert in Mephisto den Versuch, etwas über jene zu erzählen, denen ihre Karriere wichtiger ist als ihr Gewissen und stellt damit auch heute gültige Fragen nach künstlerischer Selbstverwirklichung und persönlicher Integrität.

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