14.06.2021 16:38
von Burgbühne Stromberg
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Kaum zurück auf den Stufen, schon steht Premiere an

Von EVA HAUNHORST

Stromberg (gl). Für Hendrik Becker steht fest: „Ich muss das Vertrauen haben, dass es funktioniert. Und das habe ich.“ Der Regisseur der Stromberger Burgbühne, der erst seit Kurzem wieder mit seinen Ensembles auf dem Burgberg proben darf, bleibt trotz aller Widrigkeiten, die die Corona-Pandemie beschert hat, gelassen. „Es ruckelt sich zusammen“, sagt er bei einer Probe für „Emil und die Detektive". Das Familienstück soll am Samstag, 19. Juni, Premiere feiern.

Mehr als ein Jahr ist dann vergangen, seitdem das Schauspiel nach Erich Kästners gleichnamigem Roman ursprünglich zum ersten Mal hätte aufgeführt werden sollen. Immer wieder haben sich der Regisseur und die jungen Schauspieler den Corona-Einschränkungen anpassen müssen, seit Mitte Oktober 2020 nur noch online proben können.

Um überhaupt 2021 Premiere feiern zu können, hat der Regisseur die von ihm geschriebene Theaterfassung von „Emil“ den Umständen angepasst. Ein wichtiger Aspekt dabei: die Zahl der Mitspielenden, die deutlich verringert worden ist. 33 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren stehen nun auf der Bühne – „es spielen im wahrsten Sinn des Wortes Kinder für Kinder“, sagt Becker. So jung sei das Ensemble noch nie gewesen. Ältere Schauspieler sind in andere Projekte gewechselt.

Seit wenigen Wochen erst stehen die Darsteller nun wieder auf ihrer Bühne. Damit das erlaubt ist, müssen sie bei den Proben bis zu 48 Stunden alte negative Corona-Tests haben. Glücklicherweise zählten auch die Schultests, erläutert Becker. Das erleichtere den Ablauf ein wenig. Zudem gilt: so gut wie möglich Abstand halten. Trotzdem haben die Schauspieler und ihr Regisseur eine gewisse Freiheit zurückgewonnen. Die Freilichtbühne macht das möglich. Auch der Dauerregen passend zum Start der Proben habe sie nicht schrecken können, sagt Becker über die jungen Leute. „Man merkt ihnen an, dass es ihnen gefehlt hat, auf den Stufen hier zu stehen. Sie sind mit viel Energie und Freude dabei.“

In den verbleibenden Tagen bis zur Premiere muss der Theaterpädagoge nun das zusammenfügen, was er monatelang online vorbereitet hat. „Der erste Teil ist super, nach hinten raus wird es noch schwer“, sagt er mit Blick auf Szenen, in denen das Zusammenspiel ein wenig stockt, weil Positionen nicht klar sind und das Textbuch für den ein oder anderen noch das wichtigste Utensil ist. Der Rüffel folgt: „Den Text hättet ihr euch in der Corona-Zeit gut in eure Köpfe ballern können.“ Doch Becker bleibt ruhig. Bis zum 19. Juni, da ist er sich sicher, wächst ordentlich zusammen, was zusammen gehört.

Termine

Die Aufführungen von „Emil und die Detektive" sind an folgenden Terminen: Samstag, 19. Juni, 15 Uhr; Sonntag 20. Juni, 15 Uhr; Dienstag, 10. August, 20 Uhr; Sonntag, 15., 22. Und 29. August, jeweils 15 Uhr; Sonntag 5. September 15 Uhr. Karten gibt es bei der Burgbühne telefonisch unter @02529/948484 (Bürozeiten: Dienstag von 15 bis 20 Uhr, Don­nerstag von 10.15 bis 12.30 Uhr, Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr) oder über eine E-Mail an kar­ten@burgbuehne.de. Die Corona- Auflagen werden unter www.burgbuehne.de erläutert. Weitere Premieren sind am 26. Juni, 17 Uhr („Pompelponia“), Samstag, 7. August, 20 Uhr („Mephisto“), sowie am Freitag, 13. August, 20 Uhr („Die Aben­teuer des Odysseus“).

 

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