Zusammenfassung

Die Musketiere Aramis, Athos, Porthos, die besten Männer der königlichen Leibwache sind in den Ruhestand gegangen und haben einen „ehrenwerten“ Beruf ergriffen; der eine hat eine Fechtschule aufgemacht, ein anderer fühlt sich als Bader und Wirt wohl und einer ist als Bischof in kirchliche Dienste getreten. Als vierter „Haudegen“ war einst  d’Artagnan zu ihnen gestoßen und als ebenbürtig aufgenommen worden; er ist nun Anführer der Königssoldaten.
Der gemeinsame Gegner Kardinal Richelieu hat das Zeitliche gesegnet, aber sein Nachfolger Kardinal Mazarin ist nicht weniger intrigantenhaft und auf eigene Vorteile bedacht. So kommt es wiederholt zu weiteren Rangeleien und Gefechten zwischen der Kardinalsgarde und den königstreuen Musketieren. In einer hinterhältigen Auseinandersetzung stirbt der Musketierhauptmann. Ihm werfen die Hofbeamten Kollaboration mit Spanien vor und streuen weitere unwahre Gerüchte unter die Bevölkerung.
Da König Ludwig, XIII. verstorben, der Thronfolger noch nicht volljährig und die Königin Anna auf Reisen ist, lässt sich ein Verbot der Musketiere durch die Hofautokratie leicht durchsetzen.
Von all den Machenschaften und Hinterhältigkeiten erfährt d’Artagnans Tochter, die zur Ausbildung in einem Kloster weilt. Erschüttert und sehr verzweifelt flieht sie von dort und sucht in Paris die alten Freunde ihres Vaters auf. Mit von der Partie ist ein junger Kunststudent, der ihre Pläne tatkräftig unterstützt und in ihrem Tun bestärkt.
Die drei wackeren Kämpfer - inzwischen etwas betagt - können sich einer Mithilfe bei der Aufklärung und Rächung solch ruchlosern Taten nicht entziehen und schmieden sofort einen Plan, um das kriminelle Ränkespiel des Kardinals, der machtbesessenen Madame de Nevers und ihren zahlreichen Helfershelfern aufzudecken und ihnen das Handwerk zu legen.
In dem Kampf um Gerechtigkeit und Genugtuung erfahren wir, zu welch abgrundtiefen Scheußlichkeiten Menschen sich hinreißen lassen und hergeben: gefälschte Liebesbriefe, falsche Versprechen, Verlockungen, Folterqualen, Vertrauensmissbrauch, Entweihung heiliger Stätten, ... ; jedes Mittel ist recht, um an die Macht zu kommen und die Gewalt über andere zu eigenem Vorteil auszunutzen. 

Der französische Schriftsteller Alexandre Dumas ist bekannt für spannende historische Romane und Erzählungen. Volker Ullmann, selbst Schauspieler, hat mit Thomas Finn aus den Geschichten um die Musketiere am französischen Hof ein ebenbürtiges Theaterstück geschrieben, das im Sommer 2012 auf der Burgbühne Stromberg eine Freilichtinszenierung erleben soll. Es ist ein wahrhaftiges Schau-Spiel, in dem alle Möglichkeiten der Darstellung genutzt werden, um den Zuschauer vielseitig zu unterhalten.  Wir wünschen unseren zahlreichen Gästen begeisternde Erlebnisse und erhoffen uns auch für Sie einen Freilichtbühnensommer.